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Conference of the European Association for the Advancement of Archaeology by Experiment - Haupl M.

Haupl M. Conference of the European Association for the Advancement of Archaeology by Experiment - Vais, 2003. - 58 p.
Download (direct link): conferenseofeuropean2003.pdf
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9 Friesinger H., Vacha B. 1987: Die vielen Vater Osterreichs, Wien 1987.
Structures of Buildings
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archaologischen Originalobjekte, die zeigen, wie luckenhaft und fragmentiert die archaologischen Informationen auf uns kommen.
Das Freilichtgelande besteht aus vier Themenbereichen, die sich mit den Aspekten Haus und Wohnen, Nahrungsmittelproduktion und Bevorratung, Haushandwerk und Technologie, sowie mit der Niederwaldwirtschaft auseinandersetzen. Man konnte den Freilichtbereich als Versuch verstehen, eine modellhafte Zusammenfassung der bauerlichen Lebensweise nach dem neuesten Forschungsstand zu entwerfen10.
Bei der Errichtung der Modelle wurde weitgehend „authentisch“ gearbeitet. Die wichtigsten Holzwerkzeuge der romischen Kaiserzeit waren Axt, Dechsel, Loffelbohrer, Stemmeisen, Hobel, Ziehmesser und Handsage. Als Baumaterialien standen Holz, Lehm, Steine, Stroh, Schilf, Rinde, usw. zur Verfugung.
Raumfunktionskonzept
Im Museumsareal wurden Architekturmodelle von einem Wohngebaude, zwei Grubenhausern, einem Hochspeicher, einer Backhutte, einer Keramikwerkstatte, einer Raucheranlage, einem Bohlenweg, sowie einer Brucke und mehrerer Umzaunungen errichtet. Daruber hinaus wurden auch Gebrauchs- und Einrichtungsgegenstande angefertigt, soweit sie sich aus den archaologischen Befunden argumentieren lieften. Studenten der Universitat fur Bodenkultur legten landwirtschaftliche Kulturen mit den wichtigsten Getreide-, Gemuse-, Faser-, Heil- und Farbepflanzen an. Ein modernes Eingangsgebaude bietet die notige Infrastruktur.
Um den Sprung von der Gegenwart in die Vergangenheit besser erlebbar zu machen, wurde das Areal des Freilichtmuseums in zwei grofte Hauptzonen unterteilt, die diese beiden Zeitstufen symbolisieren sollen . Die strenge Gliederung soll es dem Besucher erleichtern, zwischen der archaologisch gesicherten Basis von Funden und Befunden und der „rekonstruierten“ Welt der Architekturmodelle des idealisierten landwirtschaftlichen Betriebs zu differenzieren. Das „Heute“ wird durch die moderne Infrastruktur reprasentiert, logistischen Einrichtungen wie Eingangsbereich, Parkplatz, Museumsgebaude und Terassencafe. Das Museumsgebaude wurde bewuftt in sehr schlichten und modernen Proportionen gehalten, um den Kontrast zu den archaologischen Architekturmodellen zu unterstreichen. Hier findet der Besucher einen Archaologieschauraum, Buffetbereich, Museumsshop und sanitare Anlagen. Neben Buro- und Lagerraumen wurde auch ein vielseitig nutzbarer multimedialer Vortragsraum eingeplant. Die archaologischen Fakten werden im Archaologieschauraum des Museumsgebaudes anhand von Schautafeln prasentiert, die Einblicke zu den Themen Besiedelung, Hausbau, Kultur- und Sammelpflanzen, Handwerk, Hausrat und Tracht, Handel, Gesellschaftsstruktur und Archaologie gewahren. Hier findet das Publikum auch den unverzichtbaren direkten Kontakt zu archaologischen Originalobjekten - Funde aus Keramik, Metall und Bein - aus einer kaiserzeitlichen Siedlung bei Seebarn. Die archaologischen Fundstucke sollen einerseits durch ihre Authentizitat bestechen und so die Brucke zur Vergangenheit bauen helfen, andererseits darauf hinweisen, wie luckenhaft und fragmentiert die archaologischen Informationen auf uns kommen.
Die zweite Hauptzone bildet das archaologische Freilichtgelande mit den archaologischen Architekturmodellen, das vom Museumsgebaude aus uber einen Bohlenweg erreicht werden kann. Links und rechts dieses Wegs wurden Wasserflachen angelegt, die darauf hinweisen, daft derartige Ansiedelungen oft in der Nahe von Gewassern angelegt wurden. Das Freilichtgelande besteht wiederum aus vier Themenbereichen, deren Anordnung auch auf bespielungstechnischen Uberlegungen beruht. Der erste Bereich besteht im wesentlichen aus dem groften Hauptgebaude in der Mitte und behandelt das Thema „Haus und Wohnen“ in der Kaiserzeit. Der zweite Bereich liegt links vom Hauptgebaude und beschaftigt sich mit „Nahrungsmittelproduktion und Bevorratung“. Dazu zahlen Hochspeicher, Raucheranlage, Backofenhaus, Kulturgarten, Ackerflachen, Obstbaume, sowie Heu- und Holzlagerplatz. Der dritte Bereich rechts vom Hauptgebaude setzt sich mit „Haushandwerk und Technologie“ der Zeit auseinander. In diesem Bereich finden sich zwei Grubenhauser, eine Keramikwerkstatte, sowie eine kleine Schmiede. Der vierte und letzte Bereich liegt auf der anderen Bachseite im Wald und heiftt „Niederwaldwirtschaft“. Hier findet der Besucher einen Naturlehrpfad, der eine Vorstellung von den damals genutzten Wildpflanzen vermitteln will.
10 Lobisser W., Stuppner A. 1998: Zur Rekonstruktion eines kaiserzeitlichen Wohnstallgebaudes in Elsarn im Straftertal, Archaologie Osterreichs 9/1, 1998, 71-80.
Lobisser W. 2002: Das Freilichtmuseum Elsarn im Straftertal. Ein Bauernhof der romischen Kaiserzeit, Archaologie Osterreichs 13/1, 2002, 4 -20.
11 Stuppner A. 2001: Das neue Freilichtmuseum „Germanisches Gehoft Elsarn“ im Straftertale, Archaologie Osterreichs 12/1-2, 2001, 92-94.
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